Holger Bär
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Zur Person
Als Experte für Feldversuche am Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie widmet sich Holger Bär seit über zwei Jahrzehnten der Reduktion chemischer Pflanzenschutzmittel. Durch die Erprobung innovativer Bodenbearbeitungssysteme schlägt er die Brücke zwischen Forschung und Praxis, um der globalen Herausforderung zunehmender Resistenzen mit praxistauglichen Lösungen zu begegnen.
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DLG - Expert Stage

Sorgenfalten wegen resistenter Schadgräser? "Vorgezogenes Saatbett" lässt sie verschwinden, wenn die Stellschrauben an der Landtechnik passen.
Schadgräser wie Acker-Fuchsschwanz und Weidelgras breiten sich zunehmend aus. Vor allem auf Ackerflächen, wo einseitiger Einsatz von Herbiziden zu Resistenzen geführt hat. Betroffene Felder bleiben nur anbauwürdig, wenn andere Hebel in Bewegung gesetzt werden. Alternative Technologien sind nicht neu, aber in Vergessenheit geraten. Eine Versuchsserie zum Verfahren „Vorgezogenes Saatbett“ soll das Wissen aus der Vergangenheit zurückholen. Denn es gelang, ein Feld mit starkem Besatz an Acker-Fuchsschwanz über einen Zeitraum von vier Jahren zu sanieren. Ein sich daran anschließendes Projekt prüft aktuell, ob das Verfahren auch gegen Weidelgras zum Erfolg führt. Der Versuch wurde weiter ausgebaut: Landtechnik zur ultraflachen Bodenbearbeitung beseitigt das im „Vorgezogenen Saatbett“ aufgelaufene Weidelgras, ohne weitere Auflaufwellen auszulösen.

