HAW Kiel – Fachbereich Agrarwirtschaft
M. Sc. Bastian Brandenburg ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „DigiZert“ an der HAW Kiel und der Universität Hohenheim. Das Projekt entwickelt ein digitales Zertifikatssystem für die Kartoffel-Wertschöpfungskette. Ziel ist es, aus verschiedenen betrieblichen Datenquellen (z. B. Traktoren, Sensoren, FMIS) digitale Zertifikate zu generieren, die Klima- und Umweltschutzmaßnahmen dokumentieren und handelbar machen.
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Berührungslos das gesamte Feld kartieren, Photovoltaikanlagen inspizieren oder die Zwischenfrucht vor der Ernte des Getreides aussäen, das ermöglichen uns Drohnen im landwirtschaftlichen Einsatz. Fernerkundung über Kameras und Sensoren, Rehkitzsuche vor der Mahd aber auch die Applikation von Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind typische Anwendungsmöglichkeiten. Allerdings gibt es bei dem Thema auch einiges zu beachten:
Welche Bauarten gibt es und für welche Anwendungen sind sie geeignet? Was ist bereits erprobt und hat sich etabliert, wo haben wir noch Entwicklungsbedarf? Wie sieht die benötigte technische Ausstattung aus, welches Know-how wird für das Bedienen gebraucht und welche Regularien müssen vom Betreiber beachtet werden? Ist eine eigene Drohne sinnvoll oder greife ich besser auf Dienstleister zu?
Der Drohneneinsatz in der Landwirtschaft entwickelt sich rasant und ist vielfältig. Das ist spannend aber auch mit Fragen verbunden. Im Beitrag stellen wir uns diesen Fragen und geben Antworten.
Der effiziente Einsatz von Wasser gewinnt im Kartoffelbau angesichts zunehmender Trockenperioden, steigender Bewässerungskosten und sinkender Wasserentnahmerechte stark an Bedeutung. Dabei können Sensoren zur Bodenfeuchtemessung die verbleibenden Beregnungsmengen effizienter verteilen, um die Bestände zu jeder Zeit mit ausreichend Wasser zu versorgen.
Im Vortrag wird gezeigt, wie sensorbasierte Bewässerungsstrategien helfen können, Wasser zielgerichteter einzusetzen, Stressphasen zu vermeiden und gleichzeitig Ressourcen effizienter zu nutzen. Zudem werden Erfahrungen aus der praktischen Anwendung auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie Ansätze zur Einbindung eines Wasserfußabdrucks in den automatisierten Zertifikatehandel diskutiert.